Fettabsaugung (Liposuction)

Die Fettabsaugung ermöglicht es, Fettdepots in einem umschriebenen Bereich der Körperoberfläche zu reduzieren, die durch diätetische Maßnahmen oder sportliche Betätigung nicht zu reduzieren sind.

Dabei wird überschüssiges Fett mit Hilfe feiner Sonden gelöst und abgesaugt, um die Stärke der Fettschicht unter der Haut zu reduzieren. Oberschenkel, Hüften, Reithosen, Gesäß, Bauch und Doppelkinn sind hier die typischen Problemzonen. Einmal entfernte Fettzellen können sich an gleicher Stelle nicht neu bilden. Das Ergebnis der Behandlung ist somit dauerhaft und unterliegt lediglich dem normalen Alterungsprozess. Die Liposuction ist kein geeignetes Verfahren, um Gewicht zu reduzieren. Nach der Fettabsaugung muss der relativ zu weit gewordene Hautmantel durch zusätzliche Kompression von außen schrumpfen und sich so der neuen Körperform anpassen. Fehlt es der Haut an ausreichender Elastizität oder ist die abzusaugende Menge an Fett zu groß, muss zusätzlich eine Straffungsoperation durchgeführt werden.

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Fett-weg-Spritze / Injektionslipolyse

Möglich macht dies der Wirkstoff Phosphatidylcholin, der ein natürliches Lecithin aus Sojabohnen enthält. Er findet seit vielen Jahren Anwendung im Bereich der Behandlung von Cholesterinstörungen, zur Senkung von Blutfetten und bei der Therapie der Fettembolie. Bei der sogenannten Fett-weg-Spritze / Injektionslipolyse werden individuell kleine Mengen dieser Substanz direkt in das Fettgewebe gespritzt, welches dadurch zersetzt und über das Lymphsystem abtransportiert wird. Möglich ist die Behandlung kleiner Fettpolster wie beispielsweise des Doppelkinns oder der Wangen. Für große Fettpolster bei Fettleibigkeit ist die Behandlung nicht geeignet. Sie stellt keine Alternative zur Fettabsaugung dar. Man benötigt 2-4 Sitzungen. Unmittelbar nach der Behandlung kann es zu Rötungen und Juckreiz kommen, weitere Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Sonderform: Absaugung der axillären Schweißdrüsen

Rund 10 % der Bevölkerung leiden unter verstärktem axillärem Schwitzen, unabhängig vom Grad ihrer körperlichen Betätigung. Es stehen sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei der axillären Saugkürettage werden über kleine Hautschnitte (4 mm) feine Saugkanülen eingebracht, mit deren Hilfe die Schweißdrüsen abgetragen und abgesaugt werden. Eine deutliche Reduktion der axillären Schweißdrüsenaktivität mit langfristiger Wirkung ist zu erwarten. Die Operation wird in örtlicher Betäubung (Tumeszenztechnik) durchgeführt.